| ÜBERNACHTUNG: Elliebum Boutique Hotel, Chiang Mai |
Nach neun Stunden Schlaf werden wir von unserem Wecker geweckt. Im Hotel gibt's Frühstück, und wir können aus einer sehr vielseitigen Karte auswählen. Für mich gibt es Avocadotoast mit Ei und einen grossen Früchteteller, ich bin im siebten Frühstücks-Himmel!
Und es regnet wieder! Gemäss Meteo-App hat es wohl die ganze über Nacht geregnet. - Heute ist unser Elefanten-Trip, und wir hoffen so sehr auf trockenes Wetter!
Um 11.30 Uhr werden wir mit einem Van im Hotel abgeholt und, zusammen mit 8 anderen Touristen, zum Elefantenpark von 'Chiang Mai Elephant Care' gefahren. Während der Fahrt regnet es weiter, erst als wir die Hügel abseits der Hauptstrasse erreichen hört der Regen zum Glück auf.
Im Camp werden wir zunächst verköstigt, denn es ist Mittagszeit. Für alle gibt es eine riesige Portion Pad Thai, die hervorragend schmeckt. Anschliessend schlüpfen wir in unsere Gummistiefel, sprühen uns mit Mückenschutz ein und treffen schon wenig später auf die ersten Elefanten. Es sind Asiatische Elefanten. Im Vergleich zu ihren afrikanischen Verwandten sind sie kleiner, haben deutlich kleinere Ohren, und nur die Männchen tragen meist sichtbare Stosszähne.
Unser Guide Tang erzählt uns die Geschichte seiner Elefanten. Früher, als es in dieser Region noch kaum Strassen gab, wurden Elefanten als Arbeitstiere eingesetzt. Sie transportierten Holz und andere Güter durch den dichten Dschungel und über unwegsames Gelände. In einigen Grenzregionen Nordthailands und des Goldenen Dreiecks wurden vereinzelt auch Opium und andere Waren mit Elefanten befördert, da sich die kräftigen Tiere sicher und vergleichsweise leise und unauffällig durch die Wälder bewegen konnten.
Mit dem Ausbau des Strassennetzes verloren die Arbeitselefanten nach und nach ihre ursprüngliche Aufgabe. Viele wurden daraufhin für den Tourismus eingesetzt, mussten Besucher tragen oder Kunststücke vorführen; Tätigkeiten, die ihrer Natur nicht entsprechen.
Heute setzen glücklicherweise viele Elefantencamps auf ein ethisches Konzept. Sie verzichten auf Elefantenreiten und legen den Schwerpunkt auf den Schutz und die artgerechte Haltung der Tiere. Leider gilt das noch immer nicht für alle Anbieter. Wer ein Elefantencamp besuchen möchte, sollte sich deshalb im Voraus gut informieren und ein seriöses, nachhaltiges Camp auswählen.
Das 'Chiang Mail Elephand Care'-Camp ist ein ECO Camp. Hier leben einige wenige Elefanten, darunter auch der kleine Lucky, der mit seinen 1 1/2 Jahren noch immer gesäugt wird, und natürlich das ganz besondere Highlight für alle ist. Lucky hat sehr viele Flausen im Kopf, er wird von seinem Besitzer liebevoll und geduldig gehegt, gepflegt und sichtlich geliebt.
Es ist spannend, von Tang nicht nur viel über Elefanten zu erfahren, sondern auch über das Leben der verschiedenen Bergvölker im Norden Thailands. Er erzählt von den unterschiedlichen Traditionen und Lebensweisen der einzelnen Stämme. So gelten beispielsweise Bambusmaden bei einigen als Delikatesse, während sie bei anderen kaum oder gar nicht gegessen werden. Auch bei Haustieren, Bräuchen und der Lebensweise gibt es von Stamm zu Stamm Unterschiede. Es ist faszinierend zu sehen, wie vielfältig die Kulturen hier sind.
Wie im Fluge vergeht der Nachmittag, und auf der Rückfahrt beginnt es auch wieder zu regnen. - Zurück im Hotel planen wir bei einem Bier und einem Cappuccino den heutigen Abend.

Bei Regen besuchen wir den nahe gelegenen Wat Chedi Luang noch einmal. Wunderschön beleuchtet wirkt der Tempel am Abend besonders stimmungsvoll. Bei diesem Wetter haben wir jedoch keine Lust, das Tempelgelände erneut zu betreten. Stattdessen suchen wir uns für das Nachtessen ein Restaurant mit guten Google-Bewertungen. Das Chada Vegetarian Restaurant fällt uns mit einer Bewertung von 4,8 Sternen sofort auf, das müssen wir unbedingt ausprobieren.
Schon bei unserer Ankunft ist das Chada Vegetarian gut besucht, und mehrere Gäste warten geduldig vor dem Eingang auf einen freien Tisch. Das ist immer ein gutes Zeichen. Vom Essen werden wir nicht enttäuscht. Wir geniessen die köstlichen thailändischen Gerichte in vollen Zügen. Bis heute frage ich mich, wie sie diese unglaublich aromatische Sauce aus Soja- Fischsauce oder was auch immer hinbekommen, die so unglaublich gut schmeckt! Und Re bestellt erneut ein rotes Curry, das sich im Nachhinein als eines der besten der ganzen Reise herausstellt.
Zurück im Hotel und nach einer ausgiebigen Dusche drücken wir noch etwas auf dem Handy herum. Laut Wetter-App soll morgen die Sonne scheinen. Wir sind dann mal gespannt...
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Chiang Mai Elephant Care
