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Reisediarrhoe/Reisedurchfall

'Bali Belly'

auch ausserhalb Balis

„Bali Belly“ ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Reisedurchfall (Magen-Darm-Infekt), der bei Reisenden in Bali häufig vorkommt. Ursache sind meist Bakterien, Viren oder Parasiten in verunreinigten Lebensmitteln oder Getränken.

 

Boil it, cook it, peel it, or forget it

 


Typische Symptome

  • Durchfall 
  • Bauchkrämpfe 
  • Übelkeit oder Erbrechen 
  • Blähungen 
  • Fieber (manchmal) 
  • Schwäche / Flüssigkeitsverlust 

Was hilft?

  • viel trinken, am besten Wasser oder Elektrolytlösungen 
  • leichte Kost essen (z. B. Reis, Toast, Bananen, Zwieback) 
  • auf Alkohol sowie fettige oder stark gewürzte Speisen verzichten 
  • ausruhen

Wann zum Arzt?

  • Blut im Stuhl 
  • hohes Fieber 
  • Anzeichen von Austrocknung (starker Durst, Schwindel, wenig Urin) 
  • starkes oder anhaltendes Erbrechen 
  • Beschwerden, die sich verschlimmern oder mehrere Tage anhalten


Das Risiko für Reisedurchfall hängt weniger vom Land selbst als von den hygienischen Bedingungen, der Region innerhalb des Landes, der Art der Reise und den Essgewohnheiten ab. Reisemediziner teilen Reiseziele oft in hohes, mittleres und niedriges Risiko ein.

Interessanterweise gilt Bali trotz guter touristischer Infrastruktur seit Jahrzehnten als einer der bekanntesten Hotspots für Reisedurchfall, weshalb sich der Begriff „Bali Belly“ etabliert hat. Das individuelle Risiko hängt aber stark davon ab, wo und was man isst und trinkt.


Diese Länder und Regionen gelten typischerweise als Risikogebiete:

Hohes Risiko

(oft 20–60 % der Reisenden)

  • Indien 
  • Bangladesh 
  • Pakistan 
  • Nepal 
  • Indonesien (einschliesslich Bali) 
  • Kambodscha
  • Laos 
  • Myanmar 
  • Viele Länder in Subsahara-Afrika, z. B. Kenya, Tansania, Ethiopien, Nigeria 
  • Haiti 

Mittleres Risiko

(oft 8 - 20 % der Reisenden)

  • Thailand 
  • Vietnam 
  • Malaysia 
  • Philippinen
  • Mexiko
  • Peru 
  • Ecuador 
  • Brasilien
  • Egypten
  • Morokko 
  • Türkei

Kaum ein Risiko

(meist unter 8 % der Reisenden)

  • Schweiz
  • Deutschland
  • Österreich
  • Frankreich
  • weitere europäische Staaten
  • Südkorea
  • Singapur
  • Japan
  • Australien
  • Neuseeland
  • Kanada / USA

Interessanterweise gilt Bali trotz guter touristischer Infrastruktur seit Jahrzehnten als einer der bekanntesten Hotspots für Reisedurchfall, weshalb sich der Begriff 'Bali Belly' etabliert hat. Das individuelle Risiko hängt aber stark davon ab, wo und was man isst und trinkt.

 

kein Leitungswasser (auch nicht zum Zähneputzen in Risikogebieten)

 


'Heiss gebraten = ok   /   roh = unnötiges Risiko'

 →  Je roher und je mehr Wasser/Hände im Spiel, desto riskanter 

→  Je heisser gekocht, desto sicherer 


Eher sicher (wenn frisch zubereitet)

Diese Sachen sind meist unproblematisch, weil sie stark erhitzt werden:

 

  • alles aus dem Wok (z. B. Pad Thai, Bami Goreng, Nasi Goreng) 

  • Currys (wenn heiss serviert) 

  • Gegrilltes Fleisch / Fisch (frisch vom Grill) 

  • Suppen (kochend heiss)

  • Frisch gebackene Speisen 

 

Mittleres Risiko (kommt stark auf die Hygiene an)

Restaurants/Streetfood bewusst wählen:

 

  • Eier (wenn nicht ganz durch) 

  •  

    Dumplings / gedämpfte Snacks (wenn frisch) 

  •  

    Frische Säfte (ohne Eis, frisch gepresst) 

  •  

    Wraps / Sandwiches (je nach Zutaten) 

  •  

    Gerichte mit gegartem Gemüse, aber unsicherer Küche 

 

Riskant (häufige Ursache für 'Bali Belly')

Diese Dinge sind klassische Problemquellen:

 

  • Salate und rohes Gemüse, Kräuter

  • Sprossen (sehr häufig kontaminiert) 

  •  

    Eiswürfel

  • Roher Fisch / Sushi (ausser sehr gute Restaurants) 

  •  

    Nicht pasteurisierte Milchprodukte 

  •  

    Saucen, die lange ungekühlt stehen

  • Lauwarmes Buffetessen 

  • Säfte unbekannter Herkunft

 


 

"fresh cooked"

"no salad, please / no raw garnish, please"

"no ice please"

 

Was ist mit 'Pad Thai'?

Ja, Pad Thai kann ein gewisses Risiko für Reisedurchfall darstellen, aber das hängt stark davon ab, wie und wo es zubereitet wird. Rohe Mungbohnensprossen werden häufig als Garnitur auf Pad Thai serviert. Sprossen gelten weltweit als Lebensmittel mit erhöhtem Risiko für bakterielle Verunreinigungen (z. B. Salmonellen oder E. coli), weil die warm-feuchte Keimumgebung ideale Bedingungen für Keime bietet.

In vielen Teilen Asiens werden die Sprossen:

• teilweise mitgekocht (geringeres Risiko) 

• teilweise roh daneben serviert (höheres Risiko)

Wenn man empfindlich ist oder besonders vorsichtig sein möchte, kann man die rohen Sprossen einfach weglassen oder kurz in die heissen Nudeln einrühren.

 



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