'Bali Belly'
auch ausserhalb von Bali!
'Bali Belly' ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Reisedurchfall (Magen-Darm-Infekt), der bei Reisenden in Bali und in anderen Ländern häufig vorkommt. Ursache sind meist
Bakterien, Viren oder Parasiten in verunreinigten Lebensmitteln oder Getränken.
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Die Goldene Regel: "Boil it, cook it, peel it, or forget it"
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Auf einen Blick
◈ Häufigste Ursache: verunreinigte Lebensmittel oder Wasser ◈ Beste Vorbeugung: frisch gekochte Speisen und gute Handhygiene ◈ Wichtigste Behandlung: viel trinken und Elektrolyte ersetzen ◈ Zum Arzt: hohes Fieber, Blut im Stuhl oder starke Austrocknung
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typische Symptome |
Was hilft? |
Wann zum Arzt? |
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Das Risiko für Reisedurchfall hängt weniger vom Land selbst als von den hygienischen Bedingungen, der Region innerhalb des Landes, der Art der Reise und den Essgewohnheiten ab. Reisemediziner teilen Reiseziele oft in hohes, mittleres und niedriges Risiko ein.
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kein Leitungswasser in Risikogebieten (auch nicht zum Zähneputzen)
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Regelmässige Händehygiene ist eine der effektivsten Massnahmen zur Vorbeugung von Reisedurchfall, da viele Erreger über die Hände auf Mund und Lebensmittel übertragen werden. Besonders vor dem Essen und nach Toilettengängen sollte man die Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen und/oder mit einem alkoholbasierten (mind. 60 %) Desinfektionsmittel.
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Diese Länder und Regionen gelten typischerweise als Risikogebiete:
Das individuelle Risiko hängt stärker von der Hygiene, der Unterkunft und den Essgewohnheiten ab als vom Land allein.
hohes Risiko(oft 20–60 % der Reisenden) |
mittleres Risiko(meist 8 - 20 % der Reisenden) |
kaum relevantes Risiko(meist 1 - 8 % der Reisenden) |
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Interessanterweise gilt besonders Bali, trotz guter touristischer Infrastruktur, seit Jahrzehnten als einer der bekanntesten Hotspots für Reisedurchfall, weshalb sich der Begriff 'Bali Belly' etabliert hat. Das individuelle Risiko hängt aber stark davon ab, wo und was man isst und trinkt.
heiss gebraten = ok / roh = unnötiges Risiko
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eher sicher (wenn frisch zubereitet) Diese Sachen sind meist unproblematisch, weil sie stark erhitzt werden: |
mittleres Risiko (kommt auf Hygiene an) Restaurants/Streetfood bewusst wählen:
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riskant (häufige Ursache für 'Bali Belly') Dies sind klassische Problemquellen:
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"is it fresh cooked?" "no salad, please." "no raw garnish, please." "no ice please."
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Darf ich Pad Thai essen?
Pad Thai gehört zu den beliebtesten Gerichten Südostasiens und wird von vielen Reisenden gerne gegessen. Die gute Nachricht: Frisch zubereitetes Pad Thai zählt grundsätzlich zu den vergleichsweise sicheren Gerichten. Dennoch gibt es einige Punkte, die man beachten sollte.
Ein möglicher Risikofaktor sind die Mungbohnensprossen, die häufig als Beilage oder Garnitur serviert werden. Sprossen gelten weltweit als Lebensmittel mit erhöhtem Risiko für bakterielle Verunreinigungen, da die warm-feuchte Umgebung während des Keimprozesses ideale Bedingungen für das Wachstum von Keimen schafft. Werden die Sprossen roh serviert, kann das Risiko etwas höher sein. Werden sie dagegen im heissen Wok mitgegart oder direkt in die frisch gekochten Nudeln eingerührt, sinkt das Risiko deutlich. - Ein grosser Vorteil von Pad Thai ist die traditionelle Zubereitung: Die Zutaten werden bei sehr hohen Temperaturen im Wok gebraten und das Gericht wird meist unmittelbar nach dem Kochen serviert. Dadurch werden viele potenzielle Krankheitserreger abgetötet, was Pad Thai generell ziemlich sicher macht.
Wer das ohnehin relativ geringe Risiko weiter minimieren möchte, sollte Pad Thai (wie auch alle anderen Gerichte) bevorzugt in gut besuchten Restaurants oder an Strassenständen mit hoher Kundschaft bestellen, wo die Speisen frisch zubereitet werden. Ausserdem empfiehlt es sich, darauf zu achten, dass das Gericht dampfend heiss serviert wird. Wer besonders vorsichtig sein möchte, kann rohe Sprossen einfach weglassen oder sie in die heissen Nudeln einrühren. Die Sprossen direkt nach dem Servieren in das noch dampfend heisse Pad Thai einrühren und einige Minuten ziehen lassen, ist besser als sie roh zu essen.
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”Can you cook the bean sprouts, please." oder "well cooked sprouts, please."
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Ist Kaffee sicher? - Wie riskant ist Eis?
Für viele Reisende gehört Kaffee zum täglichen Ritual, auch unterwegs. Grundsätzlich gilt: Kaffee ist eines der eher sicheren Getränke auf Reisen. Dennoch hängt das Risiko für Reisedurchfall stark davon ab, wie er zubereitet wird und welche Zutaten enthalten sind.
Heisser Kaffee: sehr geringes Risiko
Frisch gebrühter heisser Kaffee, auch Cappuccino, gilt als unproblematisch. Das Wasser wird bei der Zubereitung auf sehr hohe Temperaturen erhitzt, wodurch potenzielle Krankheitserreger zuverlässig abgetötet werden.
Auch Milchzusätze sind meist weniger kritisch, als oft angenommen wird
Industriell behandelte Milch (Kuhmilch) ist in der Regel pasteurisiert oder ultrahocherhitzt und dadurch mikrobiologisch sicher. Das gilt auch für viele Pflanzenmilch-Alternativen wie Hafer-, Soja- oder Mandelmilch, die ebenfalls industriell behandelt und haltbar gemacht werden.
Entscheidend ist vor allem die hygienische Lagerung im Café. Wird Milch gekühlt und sauber verarbeitet, ist ein heisser Kaffee – schwarz oder mit Milch – in der Regel eine sehr sichere Wahl.
Eiskaffee: etwas mehr Vorsicht ist geboten
Beim Eiskaffee steigt das Risiko leicht an, allerdings nicht wegen des Kaffees selbst, sondern aufgrund der zusätzlichen Komponenten.
Der wichtigste Risikofaktor sind Eiswürfel. Diese werden je nach Region aus Leitungswasser hergestellt, das nicht immer Trinkwasserqualität hat. Wenn das Wasser nicht ausreichend gefiltert oder behandelt wurde, können Keime über die Eiswürfel in das Getränk gelangen.
Zusätzlich spielen Milchprodukte und Pflanzenmilch eine Rolle: Milch im Eiskaffee ist grundsätzlich genauso sicher wie im heissen Kaffee, solange sie pasteurisiert und korrekt gekühlt gelagert wird. Problematisch wird es eher, wenn Milch oder Pflanzendrinks längere Zeit ungekühlt stehen oder bereits geöffnet und unsauber gehandhabt wurden.
Wer das Risiko minimieren möchte, sollte:
➞ heissen Kaffee bevorzugen, besonders in den ersten Reisetagen
➞ bei Eiskaffee auf die Herkunft der Eiswürfel achten, ev. nachfragen
➞ Cafés mit hoher Kundenfrequenz und sichtbarer Hygiene wählen
➞ vermeiden, dass Milchprodukte lange ungekühlt stehen
Heisser Kaffee, ob schwarz, mit Kuhmilch oder mit Hafermilch, ist auf Reisen in der Regel sehr sicher. Auch Eiskaffee ist meist unproblematisch, solange hygienische Standards eingehalten werden. Das etwas höhere Risiko entsteht fast ausschliesslich durch Eiswürfel und nicht durch den Kaffee selbst.
Insgesamt zählt Kaffee damit zu den vergleichsweise sicheren Getränken für Reisende und ist deutlich risikoärmer als viele rohe oder ungekühlte Lebensmittel.
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”Are the ice cubes made from filtered/treated water?" „Is the milk fresh and kept refrigerated?"
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Smoothies und Fruchtsäfte auf Reisen: ein unterschätztes Risiko?
Smoothies und frisch gepresste Fruchtsäfte wirken auf Reisen oft wie eine gesunde und erfrischende Wahl. Gerade in warmen Regionen sind sie überall verfügbar, von Strassenständen bis hin zu Cafés. Dennoch gehören sie zu den Getränken, bei denen Reisende bei der Hygiene besonders aufmerksam sein sollten. Da Smoothies und Säfte nicht erhitzt werden, werden potenzielle Krankheitserreger auch nicht abgetötet.
Frisch vor den Augen zubereitete Smoothies mit geschälten Früchten und ohne Eis sind deutlich unproblematischer als bereits vorbereitete Mischungen.
Das Risiko für Magen-Darm-Erkrankungen entsteht bei Smoothies und Säften meist nicht durch das Obst selbst, sondern durch die Art der Zubereitung.
Smoothies oder frisch gepresste Säfte?
- Frisch gepresste Säfte sind oft etwas weniger riskant, da sie meist direkt aus der Frucht gepresst werden.
- Smoothies können riskanter sein, da zusätzlich Eis, Milchprodukte oder vorbereitete Fruchtmischungen verwendet werden, die länger gelagert wurden.
Typische Risikofaktoren
- Eiswürfel aus unsicherem Wasser
- ungewaschene oder mit kontaminiertem Wasser gewaschene Früchte
- längere Standzeiten von geschnittenem Obst
- Milch oder Joghurt in Smoothies, die ungekühlt gelagert wurden
- unzureichend gereinigte Mixer und Pressgeräte
Wer nicht komplett verzichten möchte, kann das Risiko deutlich senken durch:
➞ Smoothies und Säfte ohne Eis
bestellen
➞ nur frisch zubereitete Getränke wählen (direkt vor dem Gast gemacht)
➞ Cafés mit hoher Kundschaft und sichtbarer Hygiene bevorzugen
➞ in den ersten Reisetagen eher vorsichtig sein
Smoothies und Fruchtsäfte sind auf Reisen nicht grundsätzlich gefährlich, gehören aber zu den 'hygienisch sensibleren' Lebensmitteln. Da sie ungekocht konsumiert werden, können potenzielle Keime leichter übertragen werden als bei heissen Speisen oder Getränken. Wer das Risiko für Reisedurchfall minimieren möchte, sollte besonders auf Eis, Wasserqualität und Frische der Zubereitung achten – oder im Zweifel lieber zu ganzen Früchten greifen.
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”Can you make it fresh, please" "no ice, made fresh with bottled water, please"
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Muss ich die Kräuter und rohe Dekorationen weglassen?
Auf Reisen in Asien oder anderen Regionen mit erhöhtem Risiko für Reisedurchfall achten viele Reisende auf Fleisch, Wasser oder Eiswürfel. Ein oft übersehener Punkt sind jedoch die kleinen 'Extras' auf dem Teller: frische Kräuter, Salate und Garnituren wie Koriander, Minze oder rohe Gemüsestreifen. - Diese Zutaten werden meist nicht erhitzt, sondern roh serviert. Genau das macht sie potenziell anfälliger für Keime. Besonders relevant ist dabei nicht nur das Lebensmittel selbst, sondern auch die Art der Verarbeitung:
- Salate und Kräuter werden häufig mit Wasser gewaschen, dessen Qualität nicht immer Trinkwasserstandard entspricht.
- Die Lebensmittel werden oft mehrfach angefasst oder in grossen Mengen vorbereitet und gelagert.
- Sie stehen teilweise ungekühlt bereit und werden über längere Zeit verwendet.
Dadurch können sich Bakterien wie E. coli oder andere Durchfallerreger leichter auf den rohen Beilagen halten.
Typische 'Risiko-Dekos' auf dem Teller:
- frische Kräuter wie Koriander oder Minze
- rohe Salatblätter (z. B. als Beilage oder Unterlage)
- rohes, fein geschnittenes Gemüse (z. B. Gurke, Karotte, Kohl)
- ungekochte Sprossen
- Limetten- oder Zitronenspalten, die mit der Schale serviert werden
Gerade Koriander ist in vielen asiatischen Gerichten sehr verbreitet und wird oft grosszügig frisch über das Essen gegeben.
Wenn man frische Kräuter (Koriander, Thai-Basilikum, Minze etc.) in eine sehr heisse Suppe gibt, gut umrührt und kurz ziehen lässt, kann das Risiko für Keime deutlich reduziert werden, weil die hohe Temperatur der Suppe viele Bakterien abtötet. Besonders bei frisch serviertem ‘Pho’ ist die Brühe oft heiss genug, um einen guten Effekt zu haben. - Dennoch ist das Risiko nicht komplett eliminiert, aber deutlich minimiert. Dies ist eine gute Praxis für Reisende.
Wie gross ist das Risiko wirklich?
Im Vergleich zu anderen Faktoren wie Eiswürfeln oder ungekochtem Fleisch ist das Risiko durch Kräuter und Salate meist mittel bis gering, aber nicht zu unterschätzen. Für empfindliche Reisende oder in den ersten Urlaubstagen kann es jedoch ausreichen, um Magen-Darm-Beschwerden zu begünstigen.
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann einfache Massnahmen beachten:
➞ Gerichte wählen, bei denen alles
gekocht oder stark erhitzt ist
➞ Salat-
und Kräuterdekorationen bei Unsicherheit einfach zur Seite legen und nicht mitessen
➞ besonders in den ersten Reisetagen vorsichtiger sein, bis sich der Magen angepasst hat
Frische Kräuter, Salate und rohe Garnituren sind zwar optisch und geschmacklich eine Bereicherung vieler Gerichte, stellen aber auf Reisen einen potenziellen, oft unterschätzten Risikofaktor für Reisedurchfall dar. Wer das Risiko minimieren möchte, sollte diese Zutaten bewusst reduzieren oder weglassen – insbesondere in Regionen mit unsicherer Wasser- und Küchenhygiene.
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”no raw garnish" - "no fresh herbs"
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Geschirr und Besteck auf Reisen - ein oft überschätzter Risikofaktor
Viele Reisende sind verunsichert, wenn sie in Ländern wie Vietnam sehen, dass Geschirr und Besteck am Strassenrand in einfachen Wasserbecken oder Eimern gespült werden. Das wirkt auf den ersten Blick unhygienisch, ist aber im Zusammenhang mit Reisedurchfall meist weniger kritisch als häufig angenommen. Entscheidend ist dabei weniger der Ort der Reinigung als vielmehr, wie gründlich gespült wird und wie hoch die allgemeine Belastung des Wassers ist.
Im Vergleich zu den häufigsten Ursachen für Reisedurchfall, wie verunreinigtem Trinkwasser, Eiswürfeln oder rohen Lebensmitteln, spielt Geschirr in der Praxis eine eher untergeordnete Rolle. Selbst wenn minimale Rückstände vorhanden sein sollten, ist die aufgenommene Keimmenge meist geringer als bei anderen Risikofaktoren.
Wichtiger als die Spülmethode ist daher der Gesamteindruck eines Essensstandes: viele Gäste, frisch zubereitete Speisen und sichtbare Grundhygiene sind deutlich bessere Indikatoren für Sicherheit als die Frage, ob am Strassenrand gespült wird oder nicht.
Auch wenn die Spülmethoden in Ländern wie Vietnam ungewohnt wirken können, sollten sie Reisende nicht verunsichern. Wer sich an frisch gekochte, heisse Speisen hält und typische Risikofaktoren wie Eis oder rohe Beilagen beachtet, kann Streetfood in der Regel problemlos geniessen.
Regel für gute Warungs (z.B. in Bali):
hohe Fluktuation (wichtigster Punkt!)
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viele Einheimische oder Reisende essen dort
➞ Essen wird schnell nachgekocht, steht nicht rum
sichtbare Küche
-
man sieht den Wok / Grill / Kochbereich
➞ gut, wenn alles heiss frisch zubereitet wird
kein Buffet mit lauwarmem Essen
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Reis, Nudeln, Currys stehen in offenen Behältern rum
➞ eher meiden
Eis und Getränke-Check
-
kein Eis sichtbar oder nur bei touristischen, sauberen Spots
➞ lieber Flaschengetränke
einfach, aber gepflegt
- aber kein Schmutzgeschirr, keine Fliegen in Massen!
lokale Familien essen dort
➞ extrem gutes Zeichen (sogar besser als Google-Rating)
Speisekarte = klein und simpel
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10–20 Gerichte statt 200
➞ weniger Risiko von 'halbfertigen Zutaten'
vergleichsweise sichere Gerichte in Bali
Speisen, die man in Warungs fast immer ohne grosses Risiko essen kann, vorausgesetzt sie sind frisch gekocht:
1. Nasi Goreng
• gebratener Reis aus dem Wok
• wird sehr heiss zubereitet = gute Keimreduktion
➞ Klassiker, meist gut verträglich
2. Bami Goreng
• gebratene Nudeln
• wie Nasi Goreng, nur mit Nudeln
➞ ebenfalls sicher, wenn frisch gemacht
3. Sate (gegrillt)
• Fleisch- oder Tofuspiesse vom Grill
• wird direkt über Feuer gegart
➞ sehr gutes Hitze-Sicherheitsprinzip
4. Curry-Gerichte (z. B. Chicken / Tofu Curry)
• wird lange gekocht, meist sehr heiss serviert
➞ Hitze/Kochzeit vernichten Keime oder reduzieren sie deutlich
5. Sop Ayam / klare Suppen
• Hühnersuppe oder Gemüsebrühe
• wird kochend heiss serviert
➞ flüssig und heiss = meist gut verträglich
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Reiseapotheke gegen Reisedurchfall
Wichtigstes Basis-Medikament ☐ orale Rehydratationslösung (ORS / Elektrolytpulver)
Gegen akuten Durchfall ☐ Loperamid (z. B. Imodium) – nur ohne Fieber oder Blut im Stuhl -
wichtig: Loperamid lindert die Beschwerden, bekämpft aber nicht die Ursache der
Infektion. Notfall-Antibiotikum (nur nach ärztlicher Rücksprache!) ☐ Azithromycin (häufige First-Line-Option bei Reisedurchfall, v. a. in Asien) ☐ alternativ je nach ärztlicher Empfehlung: Rifaximin oder Ciprofloxacin Ciprofloxacin oder Rifaximin kommen je nach Reiseziel und ärztlicher Empfehlung infrage. Aufgrund zunehmender Resistenzen ist Azithromycin in vielen Regionen heute die bevorzugte Wahl.
Begleitmedikamente ☐ Paracetamol (bei Fieber oder Schmerzen - auf Ibuprofen eher verzichten*) ☐ optional: Probiotika
Hygiene und praktische Helfer ☐ Händedesinfektionsmittel ☐ Thermometer ☐ Feuchttücher ☐ evtl. Einmalhandschuhe
*Ibuprofen: Das Problem sind Erkrankungen wie Dengue und Zustände wie Dehydrierung, bei denen Ibuprofen das Risiko für Blutungen oder Nierenschäden erhöhen kann.
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Probiotica vor der Reise?
Probiotika werden oft zur Vorbeugung von Reisedurchfall eingesetzt. Der Nutzen ist möglich, aber insgesamt begrenzt.
pro ➞ können das Risiko für Reisedurchfall leicht senken ➞ unterstützen die Darmflora bei Stress und Ernährungsumstellung ➞ gut verträglich für die meisten Menschen ➞ einfache, niedrigschwellige Zusatzmassnahme
contra ➞ kein sicherer Schutz vor Reisedurchfall ➞ Wirkung hängt stark vom konkreten Bakterienstamm ab ➞ Studien zeigen nur moderate Effekte ➞ oft kein klarer Zusatznutzen bei kurzer Reise
Am besten untersucht sind z. B.: Saccharomyces boulardii (Hefe-Probiotikum) bestimmte Lactobacillus-Stämme
Wenn man es probieren möchte: 1–2 Wochen vor der Reise starten während der Reise weiternehmen (oft insgesamt 2–3 Wochen)
Probiotika können eine optionale Unterstützung sein, ersetzen aber keine Hygienemassnahmen. Der wichtigste Schutz bleibt weiterhin sauberes Essen, sicheres Trinkwasser und gute Handhygiene.
Typhus-Impfung?
Die Typhus-Impfung schützt vor Typhus, einer bakteriellen Infektionskrankheit, die über verunreinigtes Wasser und Lebensmittel übertragen wird. Sie kommt vor allem in Regionen mit niedrigen Hygienestandards vor.
Wann die Impfung sinnvoll ist ➞ Reisen nach Südasien (z. B. Indien, Nepal, Pakistan) ➞ längere Aufenthalte in Regionen mit einfachen Hygieneverhältnissen ➞ Rucksackreisen, Streetfood- und 'Low-Budget'-Reisen ➞ enger Kontakt zur lokalen Bevölkerung ausserhalb touristischer Infrastruktur
Impfoptionen Injektion (Totimpfstoff): Schutz für ca. 2–3 Jahre orale Impfung (Kapseln, Lebendimpfstoff): wird über mehrere Tage eingenommen, Schutz mindestens ein Jahr
Was die Impfung nicht kann ➞ schützt nicht vor allen Formen von Reisedurchfall ➞ ersetzt keine Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene ➞ bietet keinen 100 % Schutz (Schutzwirkung nur teilweise)
Die Typhus-Impfung ist vor allem für Reisen in Regionen mit erhöhtem Hygienerisiko sinnvoll. Sie ist eine gute Ergänzung, aber kein Ersatz für konsequente Vorsicht bei Essen und Trinken.
Infos Reiseimpfungen: INVOVAC
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Reisen ist wunderbar! Reisen soll Freude machen – und mit etwas Aufmerksamkeit lässt sich das Risiko für Reisedurchfall deutlich reduzieren, ohne auf kulinarische Entdeckungen verzichten zu müssen. |



















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