Marrakesch und Wüste

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Planung:

Marrakesch hat eigentlich bereits im Mai 2020 auf unserem Programm gestanden. Wegen Corona fiel dann auch dieser Plan ins Wasser. Nun ist die Einreise nach Marokko aber wieder uneingeschränkt möglich, und wir holen unseren Reise nach. - Bei einer einzigen Ferienwoche im Dezember hat man nicht sehr viele Möglichkeiten, wenn man etwas in die Wärme möchte. Und eine lange Flugreise lohnt sich für eine  Woche auch nicht. Da bietet sich das relativ nahe Marokko natürlich an! - Wir möchten die Stadt Marrakesch ausgiebig erkunden sowie nebst einem Ausflug ins Atlas-Gebirge zusätzlich eine Übernachtung in der Wüste erleben. Wir buchen und sind gespannt, was uns in 1001 Nacht erwartet!

Fazit:

Marrakesch hat mein Herz sofort erobert; ich bin rundum begeistert! - Die orientalischen Gerüche von Amber, Weihrauch oder Moschus sowie all der verschiedenen Gewürze sind allgegenwärtig. Mit gefallen vor allem die wuscheligen Souks, die einem jeden Tag aufs neue zum Staunen bringen! Ein Marrakesch-Trip ist wie eine Reise in eine längst vergangene Zeit! Das pulsierende Herz der Stadt, der 'Djemaa El Fna', der Platz der Geköpften, ist einfach unbeschreiblich. Hier werden nicht nur Schlagen beschwört und Tänze vorgeführt, es werden auch gebrauchte Gebisse verkauft und Zähne gezogen. Gegen Abend werden dann die vielen Essensstände aufgebaut, und typisch marokkanische Gerichte gekocht. Nebst den traditionellen Tajine-Gerichten und dem typischen Couscous kann man auch ganze Schafsköpfe essen. - Marrakesch ist für alle, die noch staunen können und wollen, und die bereit sind, dieser völlig fremden und aufregenden Kultur offen zu begegnen...

Tops:

'Djemaa El Fna' und die Souks - einfach genial!

Koranschule 'Medersa Ben Youssef'

die Düfte Marrakeschs (Amber, Moschus und Gewürze)

Sicht von der Dachterrasse des 'Café de France'

die vielen Dachterrassen-Restaurants

Trip in die Wüste mit Übernachtung

Flops:

herumliegender Abfall ausserhalb der Medina

 

Wahrscheinlich könnte man vieles als 'Flop' empfinden, wenn

man nicht auf die völlig andere Kultur und Lebensweise der Marokkaner vorbereitet ist. - Wenn man sich aber darauf

einlässt, ist all das Fremde einfach wunderbar!


Tipps:

 

- kein Leitungswasser trinken - nur Mineralwasser aus Flaschen verwenden, auch zum Zähneputzen

- nur durchgegarte, gekochte Speisen essen

- keine Salate und kein ungekochtes Gemüse essen

- nur Früchte essen, die man selber schält

- keinen frischgepressten Orangensaft am 'Djemaa El Fna' trinken (könnte evtl. mit Hahnenwasser gestreckt sein)

 

- Für ein Foto (Gaukler, Schlangenbeschwörer usw.) wird in Marrakesch 20 Dirham (CHF 2.--) verlangt.

- die 'boys in the street' zeigen einem unaufgefordert den (meist falschen!) Weg und fordern dafür Geld. Nicht darauf eingehen, einfach

   weiterlaufen, selbst wenn man sich tatsächlich verirrt hat. - Google Maps benützen.

- Henna-Tattoos werden oft aufdringlich angeboten; Vorsicht vor chemischen Zusätzen! - Sichere und schöne Henna-Tattoos kann

   man sich im 'Henna Art Café' malen lassen (und dort gleichzeitig auch sehr gut essen!)

- Handeln (bargain): In der Regel freuen sich die Marokkaner über ein faires Handeln bis zu rund der Hälfte oder weniger des

   Startpreises.

- Bei Gewürzen wird normalerweise nicht gehandelt.

- Wenn jemand etwas für '20' anbietet (z.B. Taxifahrt), sicherstellen, dass es sich dabei um 'Dirham' handelt,um zu verhindern, dass

   schlussendlich  'Euro' verlangt werden.

- Das Taxi vom 'Djemaa El Fna' bis zum 'Jardin Majorelle' kostet 40 Dirham (CHF 4.--), nicht mehr bezahlen.

- Arganöl wird zu verschiedenen Qualitäten angeboten. Vorsicht vor Billigware.

- In den Souks gilt: Immer rechts gehen und keine Ausfallschritte nach links machen, viel Verkehr durch Mofas, Fahrräder,

   Fuhrwerke

 

Trinkgelder:

Trinkgelder werden für fast alles erwartet, und zwar ca. 5 Dirham (CHF 0.50) pro Leistung. Trinkgelder sind ein Bestandteil des Gehalts des Hotelpersonals.

Bei Taxifahrern werden die Beträge leicht aufgerundet.

Gepäckträger bekommen ca. 5 Dirham (CHF 0.50).

Rechnungsbeträge in der Gastronomie werden üblicherweise um etwa 10 Prozent aufgerundet.

 

Sicherheit:

In Marrakesch ist  man sehr sicher unterwegs. Selbst mit umgehängter teurer Kamera braucht man keinen Überfall oder Diebstahl

zu befürchten. Gewalt kennt man hier kaum, und Frauen werden nicht belästigt.- Aber 'über's Ohr gehauen' und angeschwindelt wird man! Und das eigentlich fast überall und bei jeder Gelegenheit...

In den neunziger Jahren war der Ruf Marrakeschs so schlecht geworden, dass die Fremden ausblieben. Die Händler waren zu aufdringlich, galten als die lästigsten Marokkos. König Mohammed VI. erließ daraufhin Vorschriften, wonach fortan nur noch staatlich lizenzierte Führer Fremde durch die Medina begleiten durften, nicht mehr die vielen selbsternannten und am Ende stets enorm gebührenpflichtigen "Freunde" und "Begleiter". Den vielen lästigen Pseudo-Guides ebenso wie den Basarkrämern war von einem Tag auf den anderen nicht einmal mehr gestattet, Touristen anzusprechen.

Wer gegen die von einer Heerschar Zivilpolizisten durchgesetzten Vorschriften verstieß, kam für einen Tag und eine Nacht ins Gefängnis und musste eine Geldstrafe in Höhe eines Handwerker-Monatslohns entrichten. Wer ein zweites Mal erwischt wurde, hatte einen Jahreslohn zu zahlen und landete dessen ungeachtet zusätzlich für zwei Monate im Gefängnis. Die rigorosen Vorschriften und ihre harte Durchsetzung zeigten die erhoffte schnelle, gründliche und vor allem auch anhaltende Wirkung.     

                                                                                                                                                                                                                                              spiegel.de


Einige schöne Plätze dieser Reise: