Donnerstag, 27.09.2018

Lightning Ridge / Grawin

 Reise-Strecke:  ---


 Übernachtung: in Tobi's Garten, Grawin

Wunderbar geht die Sonne im Outback auf. Es wird hell, weshalb wir auch schnell merken, dass wir auf dem Golf-Platz von Grawin übernachtet haben. Ui...

Am Morgen ist es recht kühl, aber ich weiss, dass die Sonne bald wieder erbarmungslos auf das trockene Land brennen wird. Die Tiere im Outback leiden aufgrund der langanhaltenden Trockenheit. Deshalb sehen wir wahrscheinlich so viele Kängurus, die sich nahe an die Zivilisation (hahaha... Zivilisation... ) wagen, da sich hie und da jemand ihrer erbarmt und Futter und Wasser bereitstellt.

Wir fahren zum zweiten Dump von gestern, wo Re auch unverzüglich wieder zu 'diggen' beginnt. Ich studiere meine neue DJI-Mavic-Drohne und wage einen ersten Flug über den Dump. Schlechte Idee, werde ich später belehrt. Wer über Opalfelder fliegt, riskiert den Abschuss seiner Drohne. Hier ist alles irgendwie geheim, und keiner möchte sich ausspionieren lassen.

Tobi ist ein Digger, mindestens 70 Jahre alt, und hat eine eigene Mine. Ich lerne Tobi kennen, als er mit seinem alten rostigen Laster an mir vorbei auf den Dumpf fährt, um den Aushub seiner Mine abzuladen. Ein Wort gibt das andere, und schliesslich lädt er uns ein, seine Mine, welche nicht weit vom Dump entfernt ist, zu besichtigen. Ganz kribbelig warte ich und hoffe, dass Re bald vom 'diggen' zurückkommt, damit ich ihm die Wahnsinns-Nachricht überbringen kann. Wie erwartet, ist er ganz aus dem Häuschen, hätte er sich sowas doch nie träumen lassen.

Wir treffen Tobi bei seiner Mine. Mit einem improvisierten kleinen Lift fahren wir den Schacht hinunter, und sehen zum ersten Mal eine echte Opalmine! Die Opale werden hier in 16 Metern Tiefe abgebaut. Wir sind also ganz schön tief im Loch... Tobi zeigt uns alles, auch Opaladern, die Re mit einer Spitzhacke rauszuhauen versuchen darf. Auch mit dem 'Jackhammer' und mit dem hydraulischen Bagger darf er hantieren. Tobi freut sich über Re's Begeisterung und beantwortet freudig alle Fragen. Wieder an der Oberfläche, gibt's natürlich ein Bier, what else...

Tobi macht Feierabend und nimmt uns mit zu seinem Haus in Grawin. Auf dem Weg dorthin stoppen wir bei Sue. Sue füttert die hungrigen und durstigen Kängurus und Emus seit 15 Jahren. Deshalb kommt man sich in Sue's Garten auch wie in einem Wildlife-Park vor. Viele Kängurus und zwei Emus sind hier. Einige grosse männliche Kängurus sind auch dabei, weshalb wir uns nur langsam und leise nähern dürfen. Ausgewachsene männliche Graue Riesenkängurus können für Menschen unter Umständen gefährlich werden, im schlimmsten Falls endet die Begegnung tödlich. Ich mache einige Fotos, halte aber einen angemessenen Sicherheitsabstand ein.

Heute werden wir in Tobis Garten übernachten. Wir sitzen noch etwas vor seinem Haus, sortieren und schneiden Opale, und es scheint, als ob es auch Tobi freut, einmal Besuch zu haben.

Tobi hat einen kleinen, ungezogenen Hund. Heidi (hidy) heisst er. Heidi lässt uns keine Minute Ruhe. Ja, hier im Outback gibt's sicherlich keine Hundeschule...

Fotogalerie

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GRAWIN - OPAL MINE - HEIDI

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GRAWIN - OPAL MINE - HEIDI

Videos

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BESUCH DER OPALMINE


SUE'S TIERE