Freitag, 12.10.2018

Airlie Beach

via Proserpine

 Reise-Strecke:  195 km


 Übernachtung: island Getaway Holiday Park, Airlie Beach (Whitsunday Coast)

Unsere Köder sind zwar weg, auf der Kamera ist jedoch kein Tier zu sehen. 

Heute ist es bedeckt und es fängt langsam an zu tröpfeln, als wir uns bei Tagesanbruch noch einmal runter an den Fluss begeben. Wir haben noch kein gescheites Schnabeltier-Foto, und das geht ja gar nicht! Wieder üben wir uns in Beharrlichkeit. Und wieder werden wir belohnt mit einem Schnabeltierchen, das vor uns auf- und abtaucht. Einige mehr oder minder gute Schnappschüsse gelingen mir dann doch noch.

Wir machen uns auf den Weg Richtung Airlie Beach, dem Ausgangspunkt für die Überfahrt zu den Whitsunday Islands. Diese Inseln sind für uns ein absolutes Highlight der Reise, nicht zuletzt, weil wir hier einen aussergewöhnlichen Campingtrip gebucht haben. Wir werden für drei Nächte am Whitehaven Beach abgesetzt. Die Whitsunday Inseln sind ein Nationalpark und demnach auch unbewohnt. Einige Inseln werden einer bestimmten kleinen Anzahl Campern zur Verfügung gestellt. Am Whitehaven-Beach sind es z.B. Campingspots für maximal zwanzig Personen. Auf kleineren Inseln sind es deutlich weniger. Man braucht dazu ebenfalls ein Permit der Nationalparkbehörde, welches wir uns bereits daheim besorgt haben. Nun hoffen wir natürlich, dass wir während unseres Aufenthalts die einzigen anwesenden Camper sein werden. Das kann nämlich durchaus sein und wäre wirklich toll!

Bald erreichen wir den bekannten Bruce Highway, die berühmte Küstenstrasse. Ja, nun sind wir also an der Küste Queenslands angelangt. Nach allem, was wir in den letzten Jahren von Australien sehen durften, haut uns diese Strecke landschaftlich nun nicht gerade aus den Socken. Aber wir haben ja bereits im Vorfeld gewusst, dass dieser mittlere Küstenabschnitt Queenslands, abgesehen von einigen wirklich sensationellen Spots - wie eben diese Whitsundays - eher langweilig ist. Dementsprechend sind auch unsere Erwartungen und wir nehmen es gelassen hin.

Wir sind früh in Airlie Beach und fahren direkt nach Shute Harbour, dem Hafen. Hier gehen wir direkt zu 'Scamper', die uns übermorgen nach Whitehaven Beach bringen werden, und die für uns auch die gesamte Campingausrüstung inkl. Kocher, Wasserkanister usw. sowie ein Doppelkanu bereitstellen werden. Wir wollen uns vor Ort ein Bild machen; schauen, ob alles klappt. Die Leute von 'Scamper' sind völlig entspannt, wir hätten uns überhaupt keine Sorgen machen müssen. Alles 'easy'. Und die Haie seien auch kein Problem; letzthin hätte es zwar einen Haiangriff gegeben, jedoch in den tieferen Gewässern, beim Whitehaven Beach selber gäbe es keine gefährlichen Haie. Die Quallensaison beginne auch erst in ein paar Wochen, aber man rät uns, trotzdem einen Quallenanzug dazu zu mieten, denn dieser schütze auch sehr gut vor der Sonne. Unseren Camper könnten wir gratis hier am Hafen stehen lassen, Einbrüche gäbe es hier keine. Aber wir ziehen es trotzdem vor, unser Auto beim Campingplatz zu lassen, denn wir haben nicht nur eine teure Fotoausrüstung dabei, sondern auch (wenige) selber gefundene und (viele) gekaufte, wertvolle Opale im Gepäck!

Wir fahren zurück nach Airlie Beach und checken im Island Getaway Caravan Park ein.

Der fehlende lästige Staub ist nicht der einzige Unterschied zum Outback: auf der Strasse hat man wieder Gegenverkehr, die Flüsse führen wieder Wasser, überall kreischt und jubelt es, Musik ertönt und die Menschen grüssen nicht mehr. Gerade Airlie Beach - die Hochburg junger Backpacker - ist wohl der grösste Kulturschock, wenn man gerade aus dem Landesinneren kommt, das zwar einsam, jedoch keinesfalls anonymer ist als hier...

Trotzdem geniessen wir es, wieder barfuss auf grünem Rasen zu laufen, mal etwas anderes als Burger zu essen und natürlich endlich wieder das Meer zu sehen!

Unseren Camper haben wir unter einem Mangobaum geparkt, dessen Früchte von den weissen Kakadus anscheinend geliebt werden. Mittlerweilen ist es Nachmittag und wir fahren mit dem Bus ins Städtchen. Hier ist es wirklich sehr schön. Es herrscht Urlaubatmosphäre. Wir schlendern, shoppen, fotografieren und gönnen uns anschliessend eine sehr gute Pizza bei einem echten Italiener. Übrigens kostet hier ein normales Bier satte $12.80, was etwa SFR 10.-- entspricht.

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