Donnerstag, 04.10.2018

Yowah

zur Duck Creek Fossicking Area und zurück

 Reise-Strecke:  2 x 164 km


 Übernachtung: Artesian Waters Caravan Park, Yowah

Am frühen Morgen fahren wir hoch zum 'Bluff Lookout'. In dieser ebenen Landschaft beschert einem bereits ein kleiner Hügel eine fantastische unendliche Aussicht über das weite Land.

Beim Caravan-Park-Office bestellen wir uns einen Kaffee, dabei werden wir zu einem grossen Tisch geführt - 'sit there to the locals and introduce yourself'. Das Klima ist auch hier ein Thema. Es sei der trockenste und heisseste Frühling seit zwanzig Jahren; Tiere und Vögel würden sterben und die Köngurus ernährten sich von Baumrinde! Die Einwohner von Yowah warten hilflos auf den 'grossen Regen', der die Not lindert.

Wir erzählen, dass wir auf dem Weg zu den Duck-Creek-Opalfeldern sind. Bei feuchten Strassen sollen wir überhaupt keine unbefestigten Strassen fahren, man bleibe leicht stecken. Zudem könne es zu dieser Jahreszeit sein, dass auf der unbefestigten Strasse, welche nach Duck Creek führt, wochenlang niemand vorbei kommt. Wenn es langsam Sommer, und damit immer heisser, wird, verlassen viele Miner ihre Opalfelder und starten zur Sommerpause. Zu dieser Zeit sind viele Minen ausgestorben. Auch in Duck Creek sei wahrscheinlich niemand mehr...

Wir fahren durch Yowah. Auf der Strasse vor einem Haus treffen wir 'Red', barfuss und im löchrigen Shirt. Red? Ja, 'just Red', erklärt er und hebt seinen Hut so, dass seine roten Haare zum Vorschein kommen. Alles klar! Red hat zwar keinen Opalshop, trotzdem besitzt er einige schöne Stücke. Re kauft ihm ein paar Opale ab.

Die Menschen hier im Ouback sind einfach einmalig! Ihr Patriotismus und diese grosse Liebe zu ihrem Land sind eindrücklich, haben wir hier draussen doch noch niemanden getroffen, der lieber irgendwo anders hätte leben wollen...

Der Weg nach Duck Creek führt uns nach Toompine. Toompine besteht lediglich aus einem einzigen Gebäude, dem Pub. Der Toompine Pub wird auch als 'Pub without a town' bezeichnet. Einkehren ist hier ein 'Muss', und ich bekomme endlich meinen geliebten Barra-Burger (Barramundi-Burger) Hier erkundigen wir uns auch über den Zustand der Strasse nach Duck Creek. No Problem, it's dry. 

Der rund 50 km lange Weg bis Duck Creek ist wunderschön, wir fahren über rote Erde, gefolgt von einer roten Staubwolke. Die Staubwolke der absoluten Freiheit... Duck Creek zu finden ist gar nicht so einfach. Mehrfach verfahren wir uns und kommen zu Farmen, wo die Strasse plötzlich endet. Aber nach mehreren Versuchen und mit der Hilfe von Google-Maps GPS kommen wir schliesslich bei den Opalminen von Duck Creek und Sheep Creek an. Auch hier gibt es diese bekannten Fossicking-Areas, wo man legal nach Opalen suchen darf; auf abgesteckten Grundstücken nach Steinen zu suchen ist Diebstahl und somit verboten. Wie bereits geahnt, haben sich die Miner wohl in die Sommerpause verabschiedet, Duck und Sheep Creek machen eine ziemlich ausgestorbenen Einrdruck...

Wo ist unser Metalleimer mit unseren Digger-Werkzeugen (Spitzhacken, Bickel, Handschuhen usw.)??? Haben wir all unsere Sachen in Yowah vergessen? Ooooh mann, das darf doch nicht wahr sein! Wir werden zurück fahren, das ist klar, denn ohne unser Werkzeug geht gar nichts. Es gibt eine Abkürzung nach Yowah, ein direkter Weg durch den Busch. Dieser Weg ist offiziell nicht geöffnet und ist dementsprechend auch in sehr schlechtem Zustand. Wir versuchen, durchzukommen. Aber der Weg ist völlig ausgewaschen und es gibt selbst für unseren Range-Rover-Traktor kein Durchkommen. Wir kehren um.

Wohl oder übel müssen wir den gesamten langen Weg via Toompine zurück nach Yowah zurücklegen. Es wird dunkel, und die Kängurus rennen selbstmörderisch von einer Strassenseite zur andern. Wir müssen sehr langsam fahren, so dass wir erst mitten in der Nacht in Yowah ankommen. Wir übernachten wieder auf dem altbekannten Artesian Water Caravan Park.

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UNTERWEGS NACH DUCK CREEK / SHEEP CREEK - UND WIEDER ZURÜCK NACH YOWAH

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