Freitag, 17, Juli 2009

Exmouth - MILLSTREAM CHICHESTER NATIONAL PARK

Gefahrene km: ca. 560

 

Wetter: sonnig, ca 28°

 

Uebernachtung:

Camping Crossing Pool, Millstream Chichester NP


Heute konnten wir also unsere Reise fortsetzen. Um 5.00 Uhr standen wir auf - ein langer Weg lag vor uns. Etwas wehmütig war ich schon, dass wir uns den Karijini National Park nicht ansehen konnten. Laut Bildern und Berichten muss er wirklich ein Highlight sein! - Da ich aber unbedingt trotzdem etwas von der Pilbara sehen wollte, fuhren wir über Pannawonica und über eine 'Unsealed Road' in den Millstream-Chichester Nationalpark.

 Unterwegs machten wir einen Frühstücks-Halt am Strassenrand. Das hatte sich dann auch auf dem Rest unserer Reise so ein eingebürgert: Früh aufstehen, losfahren und unterwegs einen Früstücks-Halt an einem schönen Plätzchen machen.

 Heute sahen wir viele überfahrene Kängurus am Strassenrand. Und dementsprechend viele Bussarde; sie frassen die Kadaver, und als wir heranbrummten, flogen sie auf, kreisten über uns, um nachher wieder genüsslich weiterzufressen. Das Kaff Pannawonica ist erstaunlich schön. Ein richtiges kleines herziges Outback-Örtchen, das geprägt ist von der Eisenerz-Industrie der Region. Wir tankten sehr günstigen Diesel, assen zu Mittag beim Asiatischen Schnellimbiss und gaben die erste Ladung Ansichtskarten auf.

 Von Pannawonica aus führte der Weg rund 100 km durch die wunderschöne rot-grüne Pilbara-Landschaft auf einer unbefestigten aber guten Strasse. Mitten im Nichts ein Bahnübergang! René bemerkte beiläufig: Das wär jetzt cool, wenn da der Zug käme. - Und da pfiff es auch schon von weitem und ein riesig langer Güterzug voll mit Eisenerz ratterte vor uns vorbei. Er wollte nicht mehr aufhören. Wie ich später nachgelesen habe, sind diese Züge 3 bis 4 Kilometer lang, mit bis zu 300 Waggons.

Wir kamen im Millstream-Chichester National Park an und mussten uns, wie gewohnt, selbst registrieren: Parkeintritt und Campinggebühren ins Couvert und dieses in den speziell dafür bestimmten Briefkasten.

Und da kam sie!!! Unsere erste Flussdurchquerung! Es war der Fortesque River, der bei uns für grosse Aufregungung sorgte. Aber der Fluss entpuppte sich als Flüsschen von etwa 20 cm Tiefe; natürlich kein Problem für ein 4WD-Fahrzeug wie das unsere.

 Wir fuhren den Snappy Gum Tree-Drive bis zum Camping beim Crossing Pool am Fortesque River; ein lauschiges Plätzchen direkt am Fluss. Und wieder waren da hunderte von rosa Kakadus in den Bäumen. Es kreischte und krächzte um uns herum. Guter Tip: Hut aufsetzen...

Zum Camping gehörte ein Kanu, welches man gratis benutzen durfte. Also machten wir uns auf den Weg flussaufwärts. Oder war's abwärts? Keine Ahnung, da der Fluss so gut wie keine Ströhmung hatte. Luca und ich badeten auch im etwa 15 Grad kalten Wasser. Die anderen beiden haben verzichtet.

Kurios war, dass am Abend so ungefähr um 18.00 Uhr das Gekreische der Kakadus immer lauter wurde. Man konnte kaum noch sein eigenes Wort verstehen! Die Kakadus sammelten sich direkt über unseren Köpfen. Und auf einmal flogen alle in einem Schwarm davon. Und dann wars wiederum mucksmäuschenstill. Nur noch das Outback und wir... Der Ranger sagte uns, dass die Vögel morgen früh, punkt 06.15 wieder kämen. Wir bräuchten also keinen Wecker!

Wir gingen früh schlafen, da scheinbar die Leute hier in der Wildnis mit den Hühnern (oder mit den Kakadus) schlafen gehen. Alle verzogen sich in ihre Zelte und wir spielten noch flüsternd ein 'Dog'. Dann gingen auch wir schlafen.

Carnarvon (5 Bilder)

Fotogalerie  -  für Vollbild anklicken

Millstream-Chichester National Park (35 Bilder)

Fotogalerie  -  für Vollbild anklicken

Download
Pilbara 3
Eisenerz-Zug
DSC_0979.avi
Video Datei 50.8 MB
Download
Pilbara 2
DSC_0981.avi
Video Datei 35.8 MB