Montag, 14. Oktober 2013

Port Lincoln (Shark Cage Diving)

 

  gefahrene km:  keine 

 

  Wetter: bewölkt, kühl, 18 Grad

 

  Unsere Top-Highlights:

  Der Weisse Hai

 

  Übernachtung:

  Port Lincoln Caravan Park 

 


Um 06.20 Uhr werden wir also abgeholt. Mit uns im Auto sind noch einige andere Tourenteilnehmer.

Als wir an der Port Lincoln Marina ankommen, stehen da zwei Haikäfig-Schiffe. Eine grosse moderne zweistöckige Yacht sowie ein kleinerer älterer Tucker... mehr sag ich dazu nicht, da die Fotos unten mehr sagen als alle Worte...

Trotzdem haben wir es eigentlich gut, da unsere Organisation ein Familienunternehmen ist, und der Eigentümer, welcher diese Touren bereits seit 17 Jahren anbietet, fährt selbst mit uns raus. Alles ist also sehr familiär! Unsere kleine Gruppe ist sehr international: Je ein Pärchen aus Spanien, Frankreich, Schweden, Westaustralien sowie wir drei hübschen.

Zuerst fahren wir am Lincoln National Park vorbei, später an William Island bis wir dann aufs offene Meer fahren.

Die Wellen sind jetzt riesig! Meine panische Angst, bei dieser stürmischen See entweder unterzugehen oder von Bord zu fallen, ist schnell vorbei, denn bereits nach den ersten Minuten ist mir trotz Stugeron-Tabletten dermassen schlecht, dass ich nur noch bewegungslos im Sitz hängen kann: Alles egal; Augen zu und durch! Für die nächsten zwölf Stunden...

Nach etwa zwei Stunden kommen wir an unserem Ziel 'North Neptune Island' an. Hier sind bereits zwei Haikäfig-Schiffe, weshalb sich unser Guide entschliesst, noch eine weitere halbe Stunde raus zu 'South Neptune Island' zu fahren. 'South Neptune Island' ist der letzte mögliche Stopp vor der Antarktis! Und das merkt man auch: ich ziehe alles an, was ich dabei habe: zwei Faserpelze und eine Softshelljacke! Und diese Kleider ziehe ich auch bestimmt nicht mehr aus!!! Wir ankern hier und die Wellen werden etwas weniger. Trotzdem halte ich es für das beste, meist bewegungslos in meinem Sitz zu bleiben...

Die Haie werden hier nicht angefuttert oder mit elektrischen Impulsen angelockt. Lediglich Geräusche (Klopfen auf die Wasseroberfläche, Musik von AC-DC...) sowie die Tatsache, dass hier die Neptune Islands das weltweit grösste Brutgebiet von Seerobben ist, sollen die Weissen Riesen zu uns treiben.

Der Haikäfig wird ins Wasser gelassen. Und was nun kommt ist nur etwas für 'richtig harte Kerle': Rein ins arktische Wasser! Jeweils zwei Personen dürfen für etwa eine Viertelstunde ins Wasser. Sichten sie einen Hai, klopfen sie an die Wasseroberfläche (-unterfläche???). Dann darf ein zweites Paar in den Käfig.

Aber leider hat sich auch nach zwei Stunden noch kein Weisser Hai blicken lassen. Also gehen wir wieder zurück zu Neptun Island North. Aber auch hier ist wahrlich Geduld angesagt. René und Luca sind nun schon seit einer halben Stunde im Käfig unten. Halb verfroren kommen sie rauf, etwas frustriert, dass sie ausser kleinen Fischen nichts gesehen haben. Ein paar Sekunden später wird an die Wasseroberfläche geklopft: Mr. Big ist da! Und schwupp... René und Luca sind auch schon wieder unten im Käfig! Etwa zehn Minuten lang kreist der Hai um meine beiden Männer rum, bis er dann unbeeidruckt wieder im weiten Ozean verschwindet!

Jetzt können wir getrost die zweistündige Rückfahrt nach Port Lincoln antreten!

Auf dem Campingplatz nehmen wir noch schnell eine ganz ganz heisse Dusche, bevor wir zum MacDonalds einen Hamburger essen gehen. Wieso schwankt dieser McDonald bloss so????

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