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Sicherheit in San Francisco – meine Erfahrungen und Tipps

Kriminalität in San Francisco

Nach der Reise: wie es rückblickend für mich war...

Letzte inhaltliche Überprüfung: 2026

Sicherheit, Stadtentwicklung und die Situation in einzelnen Quartieren können sich jederzeit verändern.

Bitte deshalb vor deiner Reise zusätzlich über aktuelle Hinweise informieren.

 

Auf einen Blick

Mein Eindruck: sicherer als erwartet

Probleme: Obdachlosigkeit, Autoeinbrüche, einzelne Quartiere meiden

Besonders angenehm: Fisherman's Wharf, Marina District, Presidio, Sausalito

Mehr Vorsicht: Tenderloin, Teile von SoMa (South of Market) nachts 

◈ Meine Empfehlung: normal aufmerksam sein – wie in jeder Grossstadt

 

Dieser Beitrag soll keine Angst machen, sondern bei einer realistischen Einschätzung helfen. Er beschreibt unsere persönlichen Erfahrungen während meiner Reise im Jahr 2021. Die Situation in einer Grossstadt kann sich jederzeit verändern. 

 


 

Immer wieder liest man, dass San Francisco unsicher geworden sei.

Berichte über Einbrüche in Mietwagen, Obdachlosigkeit oder Kriminalität sorgen bei vielen Reisenden für Verunsicherung. Vor meiner Reise habe ich mich intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Da ich San Francisco als Frau alleine bereist habe, war mir das Thema Sicherheit besonders wichtig.

Nach mehreren Tagen in der Stadt fiel mein persönlicher Eindruck jedoch deutlich differenzierter aus.

Ja, San Francisco hat sichtbare Probleme – trotzdem wäre die Kriminalität für mich kein Grund, auf einen Besuch zu verzichten.

Wer sich informiert, die üblichen Vorsichtsmassnahmen beachtet und problematische Viertel meidet, kann diese faszinierende Stadt auch heute noch mit einem guten Gefühl erkunden und ihre einzigartige Atmosphäre ♡ unbeschwert geniessen.

 

Da ich in dem kleinen Ort Sausalito wohnte – direkt gegenüber von San Francisco – war ich nachts nie allein zu Fuss in der City unterwegs. Gegenden mit zweifelhaftem Ruf wie das Tenderloin oder einige Teile von SoMa (South of Market Street) habe ich ohnehin gemieden.

Einmal war ich nach Sonnenuntergang am Embarcadero und habe mich dort sehr sicher gefühlt, insbesondere entlang der gut frequentierten Promenade.

Auch als alleinreisende Frau fühlte ich mich in den touristischen Gebieten tagsüber sicher, sofern ich die üblichen Vorsichtsmassnahmen beachtete. Zwar begegnet man hin und wieder schrillen Gestalten, doch geht von ihnen in der Regel keine Gefahr aus. - Und wenn man sich einmal an den mal mehr, mal weniger intensiven Geruch von Marihuana - vor allem in einzelnen Quartieren - gewöhnt hat, weiss man: Das gehört hier einfach dazu und ist kein Grund zur Beunruhigung.

Obdachlosen Menschen bin ich nur vereinzelt begegnet. Sogar bei den Painted Ladies hatte ich nie ein beklemmendes Gefühl – mein Auto stets in der Nähe geparkt, hätte ich mich dort vermutlich sogar nachts sicher gefühlt. Mein persönliches Sicherheitsempfinden war deutlich besser, als ich aufgrund vieler Berichte erwartet hatte. Und das, obwohl ich wohl eine der wenigen ausländischen Touristinnen in der Stadt war. Vielleicht lag es auch an der auffallenden Polizeipräsenz – jedenfalls hat mich San Francisco in puncto Sicherheit entgegen vielen anderen Bewertungen durchweg positiv überrascht.

Mein persönlicher Eindruck unterschied sich deutlich von dem, was ich kurz zuvor in San Diego erlebt hatte:

Vergleich San Diego: Obdachlose Menschen sieht man hier – abgesehen von den wirklich noblen Gegenden – beinahe überall. Auch wenn es heisst, von ihnen gehe keine Gefahr aus, empfand ich ihre Präsenz oft als unangenehm, vor allem dann, wenn sie laut schimpften oder pöbelten. Es stimmt einen nachdenklich, denn man kann kaum fassen, dass diese Zustände hier als normal gelten und von der Gesellschaft offenbar einfach hingenommen werden. Selbst in den besseren Vororten rund um Downtown ist der beissende Uringeruch kaum zu überriechen – besonders stark nach einem frischen Regenschauer.

In dieser Hinsicht empfand ich San Diego überraschenderweise unangenehmer als San Francisco. - Reise: 2021 - USA-Kalifornien und Saguaros

  

Wie in vielen Grossstädten der USA unterscheiden sich die einzelnen Stadtviertel deutlich.

Während sich manche Gegenden tagsüber problemlos erkunden lassen, sollte man andere insbesondere nachts meiden. 

 

 

Eine sehr informative Website, für eine gute Reiseplanung, was die Sicherheit weltweit betrifft:

Current Crime Index on a Map

Current Crime Index - Kriminalität in einzelnen Städten

➔ Die Daten beruhen auf den Einschätzungen von Nutzern und ersetzen keine offiziellen Kriminalstatistiken.

Die eingezeichneten Bereiche dienen lediglich der Orientierung. Die Karte stellt keine offizielle Sicherheitsbewertung dar, sondern basiert auf meinen persönlichen Erfahrungen sowie allgemein bekannten Stadtvierteln mit erhöhtem Sicherheitsrisiko. Die Situation kann sich jederzeit ändern.

Übersichtskarte zur Sicherheit in San Francisco mit der Kennzeichnung sicherer und problematischer Stadtviertel.
grün: hier fühlte ich mich jederzeit sicher - rot: hier fühlte ich mich tagsüber sicher, nachts würde ich hier nicht alleine unterwegs sein wollen...

 

Praktische Sicherheitstipps

 

➔ keine Wertgegenstände sichtbar im Auto liegen lassen – auch nicht im Kofferraum unmittelbar nach dem Einladen

➔ Kamera und Rucksack nicht unbeaufsichtigt lassen

➔ nachts eher Uber oder Taxi nutzen

➔ auf das eigene Bauchgefühl hören

Die bekannten Touristenviertel sind tagsüber in der Regel problemlos.

➔ erhöhte Vorsicht in 'Tenderloin' und 'South of Market' (vor allem einzelne Bereiche im Westen und Süden von SoMa sowie angrenzende Teile des Tenderloin gelten als problematisch)

 


Wenn man mit einem Mietwagen unterwegs ist, ist Sausalito sicher eine besonders schöne und gut gelegene Wahl für eine Unterkunft; ich würde jederzeit wieder ein Hotel in Sausalito wählen – allerdings nicht in erster Linie wegen der Sicherheit. Es ist vor allem die Lage, die einfach einmalig ist! Dazu kommt dieser besondere Flair, den nur dieser kleine, bezaubernde Ort ausstrahlt. Und nicht zuletzt: Nirgendwo sonst hat man solch atemberaubende Ausblicke auf die Stadt und auf die Golden Gate Bridge wie hier – in Sausalito und der umliegenden Gegend von Marin County.

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 San Francisco!

Für mich gibt es nur wenige Städte, die so fotogen sind und gleichzeitig eine so besondere Atmosphäre ausstrahlen.

Ob die Golden Gate Bridge im Nebel verschwindet oder die Skyline im warmen Abendlicht leuchtet – jeder Sonnenauf- und Sonnenuntergang fühlt sich anders an. 

Dies ist einer der vielen Gründe, wieso San Francisco eine meiner absoluten Lieblingsstädte ist.

 



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